Der Fahrunterricht
Du sollst dich auf jede Fahrstunde freuen. Fehler gibt es bei uns nicht. Wir kennen nur Verbesserungspotential. Und werden gemeinsam mit Dir daran arbeiten, deine Fehler und deine Unsicherheit zu bekämpfen.
Zuverlässigkeit
Sollte dein Fahrlehrer einmal nicht vereinbarungsgemäß kommen können, wird der dich rechtzeitig vorher informieren. Dein Fahrlehrer ist während deiner Fahrstunde nur für dich da.
Führerscheinklasse B
Mit einem Führerschein der Klasse B darfst du Kraftfahrzeuge (ausgenommen Krafträder) bis 3,5t fahren. Und solange der Anhänger 750 kg nicht überschreitet (es sind auch mehr als 750 kg möglich, wenn der Anhänger insgesamt nicht mehr wiegt als das Autos und insgesamt 3,5t nicht überschritten werden) ist auch das mit diesem Führerschein möglich.

Du musst für den B-Führerschein 18 Jahre alt sein, es sei denn du möchtest den Führerschein mit 17 mit anschließendem begleiteten Fahren machen. Infos dazu findest du weiter unten.

Für den Fahrerlaubnisantrag benötigst du

  • Sehtestnachweiss
  • Biometrisches Passbild
  • Nachweis über „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“

Folgende Stunden müssen absolviert werden

Die Anzahl der praktischen Fahrstunden hängt stark von deinen eigenen Fähigkeiten ab. Für den Erwerb der Klasse B benötigst du aber auf jeden Fall mindestens eine vorgeschriebene Anzahl von Theoriestunden und Sonderfahrten:

  • 12 x Grundstoff (Theorie)
  • 2 x Klassenspezifischer Unterricht
  • 5 x Überlandfahrt (Sonderfahrt)
  • 4 x Autobahnfahrt (Sonderfahrt)
  • 3 x Nachtfahrt (Sonderfahrt)

Bist du bereits im Besitz der Klasse M (Roller), so verringert sich die Anzahl des Grundstoffs auf 6 Stunden.

Führerschein mit 17
Bisher handelte es sich beim BF17 um einen Modellversuch. Dieser war zeitlich begrenzt auf den 31.12.2010. Die Auswertung ergab (Stand: 01.08.2010), dass Fahranfänger 30% weniger Unfälle praktizierten als vorher die 18 jährigen „Alleinfahrer“. Somit war der Modellversuch BF17 erfolgreich. Aus diesem Grunde wurde das BF17 zum 01.01.2011 eingeführt und ist somit fester Bestandteil des Straßenverkehrsgesetzes.

Warum fahren mit 17?

Ziel des „Begleiteten Fahrens ab 17“ ist es, die Verkehrssicherheit junger Fahranfänger zu erhöhen. Junge Fahranfänger sind überdurchschnittlich häufig Hauptverursacher eines Unfalls mit Personenschaden. Gründe hierfür sind mangelnde Erfahrung und eine erhöhte Risikobereitschaft. Die jungen Fahranfänger dürfen somit nach bestandener Prüfung ab 17 Auto fahren, allerdings muss bei jeder Fahrt eine Begleitperson anwesend sein. Diese Begleitperson(en) muss in der Prüfungsbescheinigung des Fahranfängers eingetragen sein.

Die Vorteile sind:

◦      Mäßigender Einfluss einer Begleitung – diese stammt nicht aus derselben Altersgruppe

◦      Zusätzliche Fahrpraxis für den Fahranfänger – die Phase des Lernens wird verlängert

◦      Junge Fahrer können von der Erfahrung der Begleitperson profitieren

Diese Faktoren lassen einen Rückgang des Unfallrisikos bei jungen Fahranfängern erwarten und auch ein herabgesenktes Risikoniveau in der Phase des selbständigen Fahrens. Untermauert werden diese Erwartungen durch eine erste Trendauswertung eines vorrausgegangenen Feldversuches. Diese belegt, dass sich die Unfallzahlen beim späteren Alleinfahren reduzieren und auch in der Begleitphase keine Personenschäden zu verzeichnen waren.

Die Ausbildung

Der Schüler darf im Alter von 16 ½ Jahren die Ausbildung der Klasse B/BE beginnen. Für alle anderen Klassen (z.B. Klasse A) gilt das begleitete Fahren nicht. Die Zustimmung beider gesetzlichen Vertreter ist für die Erteilung der Fahrerlaubnis erforderlich. Die Ausbildungsinhalte entsprechen der normalen Ausbildung für die Fahrerlaubnis der Klasse B.

Die Prüfung

Frühestens 3 Monate vor Vollendung des 17. Lebensjahres darf die theoretische Prüfung abgelegt werden und 1 Monat vor dem 17. Geburtstag die praktische Prüfung. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung erhält der Schüler mit Vollendung des 17. Lebensjahres eine befristete Prüfungsbescheinigung. Diese ist im gesamten deutschen Bundesgebiet gültig, aber nicht im Ausland (Ausnahme: In Österreich ist die Prüfbescheinigung gültig!). Der junge Fahrer hat die Auflage bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres nur in Begleitung zu fahren.

Die Klasse B schließt die Klassen AM und L ein; diese Klassen dürfen ohne Begleitung gefahren werden, weil der junge Fahrer das Mindestalter für diese Klassen bereits erreicht hat.

Auch beim „Begleiteten Fahren ab 17“ beginnt unmittelbar mit Erhalt der Prüfungsbescheinigung die Probezeit.

Die Prüfbescheinigung

Die Prüfungsbescheinigung gilt als Führerschein, diese wird dem Bewerber nach bestandener Prüfung ausgehändigt. Die Begleitperson (oder mehrere) ist/sind dort ebenfalls eingetragen. Beim Fahren muss der Fahranfänger die Prüfungsbescheinigung und einen Ausweis oder Reisepass mitführen, weil die Prüfungsbescheinigung kein Foto enthält.

Mit 18 Jahren erhält der junge Fahranfänger automatisch seinen Kartenführerschein. Ohne Kartenführerschein darf der Fahranfänger nach dem 18. Geburtstag noch max. 3 Monate mit der Prüfungsbescheinigung fahren, dann auch ohne Begleitung!

 

Die Begleitperson

Der junge Fahrer muss mindestens eine Begleitperson angeben, es können aber auch mehrere sein. Es macht Sinn, mehrere Personen anzugeben, da eine Person evtl. zeitlich nicht immer da sein kann. Alle angegebenen Begleitpersonen müssen in der Prüfbescheinigung eingetragen werden. Pro Begleitperson erhebt das Landratsamt eine Gebühr von 11.- Euro. Als Begleitperson müssen nicht zwangsläufig die Eltern angegeben werden, die angegebenen Personen müssen aber die folgenden Anforderungen erfüllen:

◦      Mindestalter 30 Jahre

◦      Mindestens 5 Jahre ununterbrochener Besitz der Fahrerlaubnis Klasse B (Verkehrserfahrenheit)

◦      maximal 3 Punkte im Verkehrszentralregister (ab 01.05.14 maximal 1 Punkt im Fahreignungsregister) in Flensburg zum
Zeitpunkt der Erteilung der Prüfungsbescheinigung (Zuverlässigkeit)


Aufgaben der Begleitperson

Die Begleitperson hat den Status eines Beifahrers, nicht eines „Hilfsfahrlehrers“. Sie darf nicht in die Fahrtätigkeit eingreifen. Der junge Fahrer ist verantwortlicher Fahrzeugführer.

◦      Ansprechpartner für den jungen Fahrer

◦      Soll Sicherheit beim Fahren vermitteln

◦      Kann vor Fahrantritt oder auch während der Fahrt notwendige Ratschläge erteilen

 

Automatik Ausbildung
Bei uns hast Du selbstverständlich auch die Möglichkeit, eine Automatik-Ausbildung zu absolvieren. Solltest Du Dich für eine Automatik-Ausbildung entscheiden, dann darfst Du später nur Automatik Fahrzeug fahren! Wenn Du die Automatik Beschränkung in Deinem Führerschein irgendwann aufheben lassen möchtest, dann benötigst Du jedoch nur eine praktische Fahrprüfung auf einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe.


Ausbildungsumfang

Die Ausbildung auf einem Automatik Fahrzeug ist identisch im Vergleich zur Ausbildung auf einem Schaltfahrzeug.